Paraechinorhinus riepli

(PFEIL, 1981)


Classification: Elasmobranchii Echinorhiniformes Echinorhinidae

Reference of the original description
PFEIL, F.H. (1981)
Eine nektonische Fischfauna aus dem unteroligozänen Schönecker Fischschiefer des Galon-Grabens in Oberbayern. Geologica Bavarica, 82: 357–388, 3 pl.

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Paraechinorhinus riepli (PFEIL, 1981); collection Pollerspöck, Adelholzen facies, Northern Helvetic Zone, Eocene, Lutetium, Gerhartsreiter Graben near Siegsdorf, Traunstein, Bavaria, Germany © Pollerspöck Jürgen

Synonyms / new combinations and misspellings
Echinorhinus riepli

Types
Paraechinorhinus riepli
Holotype: BSP: 1980 XXVI 2; Paratype: BSP: 1980 XXVI 3; BSP: 1980 XXVI 4; BSP: 1980 XXVI 5; BSP: 1980 XXVI 6; BSP: 1980 XXVI 7;


Description by Pollerspoeck, Juergen:

Benediktinerring 34, D-94569 Stephansposching; juergen.pollerspoeck@shark-references.com
Citation: Paraechinorhinus riepli (PFEIL, 1981): In: Database of fossil elasmobranch teeth www.shark-references.com, World Wide Web electronic publication, Version 09/2019

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Distribution Geographic
type locality: Schlößlbruch bei St. Pankraz, Haunsberg, 15 km N Salzburg;
other localities: new record: Gerhartsreiter Graben near Siegsdorf, Traunstein, Bavaria, Germany


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Distribution Strategraphy
Weitwies Subformation, Southern Helvetic Zone, Eocene, Lutetium, NP 16; Adelholzen facies, Northern Helvetic Zone, Eocene, Lutetium

Measurement
adult: >10 mm length,

Material
several hundert teeth from St. Pankraz, Haunsberg; about ca. 10 teeth from Gerhartsreiter Graben (collection Beaury, B. and Pollerspöck, J.)

Description
Original diagnose after PFEIL, 1983 [1886]: Paraechinohinus mit stark von allen Arten von Echinorhinus abweichender Zahnmorphologie. Die Zähne vorderer Zahnreihen sind besonders charakteristisch. Sie tragen über einer niedrigen Basis steil aufgerichtete, teilweise senkrecht und sogar apikal nach mesial zurückgeneigte, schlanke, hohe Hauptspitzen die oft weit nach distal aus der Mitte des Zahnes gerückt sind. Der mesiale Kronenrand ist stark bis schwach konkav, die mesiale Kronenbasis oft sehr langgestreckt und apikal kräftig unregelmäßig grob oder fein gekerbt. Nur in den vordersten Zahnreihen tritt sehr selten eine senkrecht aus der Kronenbasis aufragende mesiale Nebenspitze auf. Feingekerbt sind auch alle übrigen Ränder, einschließlich der distalen Kronenbasis. Der distale Rand der Hauptspitze ist je nach Zahnposition senkrecht aufgerichtet oder nach distal geneigt. Die Hauptspitze ist apikal sehr spitz; ihre Spitze kann je nach Neigung die distale Kronenbasis entweder überhaupt nicht überragen, den Kronenrand erreichen oder sogar weit darüber hinausragen. Die distale Kronenbasis ist meist als kurzes, spitzes oder gerundetes Talon ausgebildet, kann aber auch langgestreckt sein und dann sogar eine winzige, aufgerichtete Nebenspitze hervorbringen. Die Zähne seitlicher Zahnreihen haben niedrigere und stark geneigte Hauptspitzen; zum Mundwinkel hin werden die Zähne kürzer und niedriger. Die Wurzeln aller Zähne sind typisch echinorhinid. Bei Vorderzähnen sind sie hoch und mäßig lang, bei Seitenzahnen langgestreckt und niedrig. Auf ihrer niedrigen Lingualfläche sind zahlreiche linguale Foramina aufgereiht, ihnen gegenüberliegend etwas unterhalb des Kronenbasisrandes auf der Labialseite der Wurzel größere labiale Foramina. In Zahnmitte, auch wenn die Hauptspitze nach distal verschoben ist manchmal verdoppelt, liegt auf der Lingualfläche ein zentrales linguales Foramen, das mit einer über die gesamte Basalfläche verlaufenden Basalfurche in Verbindung steht, oft auch etwas von ihr abgesetzt ist oder fehlt. Die linguale Wurzelprotuberanz, sowie die mesiale und distale Wurzeldepression sind gut entwickelt; manchmal ist auch eine kleine, apiko-mesiale linguale Depression zu beobachten. Gradient monognathe Heterodontie ist sehr ausgeprägt. Dignathe Heterodontie mit fast senkrecht aufgerichteten. schlanken Hauptspitzen im Oberkiefer und geneigten, mehr breit-dreieckigen Zähnen im Unterkiefer. Ontogenetische Heterodontie mit starken Merkmalsveränderungen. Juvenile Zähne auch bereits mit teilweise aufgerichteten Hauptspitzen, durch die starke Distalneigung im basalen Teil oft sigmoidal.

References
SCHULTZ, O. (2013)
Pisces. In: PILLER, W.E. (Ed.) Catalogus Fossilium Austriae, Band 3 - Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien, ISBN13: 978-3-7001-7238-3, 576 pp.
POLLERSPÖCK, J. (2013)
Echinorhinus caspius, Echinorhinus richiardii, Echinorhinus pollerspoecki, Echinorhinus schoenfeldi, Echinorhinus cf. riepli, Echinorhinus priscus, Paraechinorhinus riepli, Echinorhinus sp., Echinorhinus pfauntschi, Echinorhinus blakei, Echinorhinus pozzii, Echinorhinus kelleyi, Echinorhinus weltoni, Echinorhinus eyrensis, Echinorhinus australis, Gibbechinorhinus lewyi, Orthechinorhinus pfeili, In: Database of fossil elasmobranchteeth, www.shark–references.com, World Wide Web electronic publication, Version 04/2013
ADNET, S. & GUINOT, G. & CAPPETTA, H. & WELCOMME, J.-L. (2012)
Oldest evidence of bramble sharks (Elasmobranchii, Echinorhinidae) in the Lower Cretaceous of southeast France and the evolutionary history of orbitostylic sharks. (plus Supplementary data). Cretaceous Research, 35: 81–87
DOI: 10.1016/j.cretres.2011.11.021
EGGER, H. & SCHULTZ, O. (1991)
E/2: Haunsberg - St . Pankraz In: Exkursionen im Tertiär Österreichs : Molassezone, Waschbergzone, Korneuburger Becken, Wiener Becken, Eisenstädter Becken, Österreichische Paläontologische Gesellschaft: 23–27
PFEIL, F.H. (1983)
Zahnmorphologische Untersuchungen an rezenten und fossilen Haien der Ordnungen Chlamydoselachiformes und Echinorhiniformes. Palaeo Ichthyologica, 1: 1–315, 146 fig.
PFEIL, F.H. (1981)
Eine nektonische Fischfauna aus dem unteroligozänen Schönecker Fischschiefer des Galon-Grabens in Oberbayern. Geologica Bavarica, 82: 357–388, 3 pl.