Scyliorhinus kannenbergi
Leder, 2015
Classification: Elasmobranchii Carcharhiniformes Scyliorhinidae
Reference of the original description
Fossile Reste von Selachiern und Chimaeren aus dem Muschelschluff und Phosphoritknollenhorizont von Zwenkau bei Leipzig. [Fossil remains of selachiens and chimaera from the Muschelschluff and Phosphoritknollenhorizont of Zwenkau near Leipzig]. Geologica Saxonica, 61(1), 73–90
Fossile Reste von Selachiern und Chimaeren aus dem Muschelschluff und Phosphoritknollenhorizont von Zwenkau bei Leipzig. [Fossil remains of selachiens and chimaera from the Muschelschluff and Phosphoritknollenhorizont of Zwenkau near Leipzig]. Geologica Saxonica, 61(1), 73–90
Description:
Citation: Scyliorhinus kannenbergi Leder, 2015: In: Database of fossil elasmobranch teeth www.shark-references.com, World Wide Web electronic publication, Version 08/2026
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Description
Original diagnosis after Leder, 2015 [22614]: Kleine Zähne, 1,7 bis 2,3 mm breit und 2 bis 2,5 mm hoch, mit kräftiger, im Verhältnis zur Gesamtzahngröße relativ kurzer Kronenhauptspitze, die fließend oder im flachen Winkel in die steil abfallenden Kronenschultern übergeht. Die Kronenschultern tragen distal wie mesial jeweils zwei kräftige, stumpfe Lateralzähne, die nicht sonderlich hoch aufragen. Dem proximalen Lateralzahn kann an seiner Flankenbasis ein zusätzlicher kleiner Nebenzahn aufsitzen. Die Kronenhauptspitze ist aufrecht und symmetrisch mit hoch dreieckiger Silhouette. Holotyp ist ein Anterolateralzahn des Unterkiefers (Abb. 5: Fig. 5). Bei anterioren Zähnen ist die Kronenhauptspitze etwas schmaler und graziler als bei lateralen und posterioren. Neben dem Holotyp existieren sechs Paratypen, vier weitere Anterolateralzähne des Unterkiefers (Abb. 5: Fig. 3 – 4, 6 – 7) und zwei etwas breitere und allgemein kompakter und kräftiger gebaute Zähne, die als Anterolateralzähne des Oberkiefers betrachtet werden (Abb. 5: Fig. 1 – 2). Das Höhe-Breite-Verhältnis schwankt von 2 : 1,5 bei Anteriorzähnen des Unterkiefers bis 2 : 2 bei den Oberkieferzähnen. Mit zunehmend posteriorer Position neigt sich die Kronenhauptspitze seicht in distaler Richtung. Die linguale Kronenfläche ist im apikalen Bereich zunächst glatt weist aber am Kronen- Wurzelübergang eine feine Striation bis leichte Schmelzfaltelung auf. Der Übergang vollzieht sich vom Apex aus nach einem Drittel bzw. der halben Gesamtzahnhöhe. Die labiale Kronenfläche ist apikal ebenso glatt, entwickelt aber auf Höhe der Lateralzähne eine vertikal orientierte, sehr kräftige und stark aufgeworfene, wulstige Schmelzfaltelung, die direkt in den Kronen-Wurzel-Übergang mündet. Der Kronen-Wurzel-Ü ̈ bergang ist daher entsprechend unregelmäsig gebuchtet. Er vollzieht sich vom Apex aus nach etwa zwei Drittel bis drei Viertel der Gesamtzahnhöhe. Die holaulacorhize Wurzel ist deutlich über die zentrale Nährfurche in zwei asymmetrische Wurzelloben geteilt und stark (spitz-)bogenförmig Richtung Apex aufgewölbt. Der Scheitel der Aufwölbung entspricht der zentralen Nährfurche. Auf der Lingualseite ist die Wurzel stark wulstig aufgeworfen und bildet eine prominente mediointerne Expansion (Protuberanz) auf deren Spitze das zentrale Nährforamen liegt. Die Wurzelloben zeigen aus basaler Sicht einen herzförmigen Umriss, aus lingualer Ansicht betrachtet sind die Wurzellobenenden in Richtung Apex aufgewölbt. Der mesiale Wurzelast ist etwas länger als der distale, die Form der Lobenenden kann rund oder rechteckig mit gerundeten Kanten sein. Der Bereich der maximalen Erhebung der Wurzel auf der lingualen Seite, von der mediointernen Expansion zu den Lobenenden entspricht einem Höhengrat, auf dessen Rücken eine Kette von Foramina ausgebildet ist. Auf der relativ kurzen labialen Seite der Wurzel befindet sich auf halber Höhe je Wurzelast eine Kette von drei bis fünf recht großer Foramina. Die Lage der Kette der Foramina orientiert sich entsprechend der Wurzelaufwölbung und ist parallel zu dieser angeordnet. Orientiert man die labiale Fläche der Kronenspitze vertikal, so sitzt die Wurzel aus lateraler Ansicht nicht unter der Krone, sondern ist deutlich auf die Lingualseite verschoben, sodass die Krone der Wurzel labial ansitzt. Aus dieser Sicht zeigt die Wurzel von der mediointernen Expansion zu den Lobenenden eine Basalfläche, die im spitzen Winkel zur labialen Kronenfläche verläuft. Diese Basalfläche entspricht aus lingualer Sicht der bereits angesprochenen doppelten Herzform der Wurzeläste, getrennt durch die Zentralfurche.
Original diagnosis after Leder, 2015 [22614]: Kleine Zähne, 1,7 bis 2,3 mm breit und 2 bis 2,5 mm hoch, mit kräftiger, im Verhältnis zur Gesamtzahngröße relativ kurzer Kronenhauptspitze, die fließend oder im flachen Winkel in die steil abfallenden Kronenschultern übergeht. Die Kronenschultern tragen distal wie mesial jeweils zwei kräftige, stumpfe Lateralzähne, die nicht sonderlich hoch aufragen. Dem proximalen Lateralzahn kann an seiner Flankenbasis ein zusätzlicher kleiner Nebenzahn aufsitzen. Die Kronenhauptspitze ist aufrecht und symmetrisch mit hoch dreieckiger Silhouette. Holotyp ist ein Anterolateralzahn des Unterkiefers (Abb. 5: Fig. 5). Bei anterioren Zähnen ist die Kronenhauptspitze etwas schmaler und graziler als bei lateralen und posterioren. Neben dem Holotyp existieren sechs Paratypen, vier weitere Anterolateralzähne des Unterkiefers (Abb. 5: Fig. 3 – 4, 6 – 7) und zwei etwas breitere und allgemein kompakter und kräftiger gebaute Zähne, die als Anterolateralzähne des Oberkiefers betrachtet werden (Abb. 5: Fig. 1 – 2). Das Höhe-Breite-Verhältnis schwankt von 2 : 1,5 bei Anteriorzähnen des Unterkiefers bis 2 : 2 bei den Oberkieferzähnen. Mit zunehmend posteriorer Position neigt sich die Kronenhauptspitze seicht in distaler Richtung. Die linguale Kronenfläche ist im apikalen Bereich zunächst glatt weist aber am Kronen- Wurzelübergang eine feine Striation bis leichte Schmelzfaltelung auf. Der Übergang vollzieht sich vom Apex aus nach einem Drittel bzw. der halben Gesamtzahnhöhe. Die labiale Kronenfläche ist apikal ebenso glatt, entwickelt aber auf Höhe der Lateralzähne eine vertikal orientierte, sehr kräftige und stark aufgeworfene, wulstige Schmelzfaltelung, die direkt in den Kronen-Wurzel-Übergang mündet. Der Kronen-Wurzel-Ü ̈ bergang ist daher entsprechend unregelmäsig gebuchtet. Er vollzieht sich vom Apex aus nach etwa zwei Drittel bis drei Viertel der Gesamtzahnhöhe. Die holaulacorhize Wurzel ist deutlich über die zentrale Nährfurche in zwei asymmetrische Wurzelloben geteilt und stark (spitz-)bogenförmig Richtung Apex aufgewölbt. Der Scheitel der Aufwölbung entspricht der zentralen Nährfurche. Auf der Lingualseite ist die Wurzel stark wulstig aufgeworfen und bildet eine prominente mediointerne Expansion (Protuberanz) auf deren Spitze das zentrale Nährforamen liegt. Die Wurzelloben zeigen aus basaler Sicht einen herzförmigen Umriss, aus lingualer Ansicht betrachtet sind die Wurzellobenenden in Richtung Apex aufgewölbt. Der mesiale Wurzelast ist etwas länger als der distale, die Form der Lobenenden kann rund oder rechteckig mit gerundeten Kanten sein. Der Bereich der maximalen Erhebung der Wurzel auf der lingualen Seite, von der mediointernen Expansion zu den Lobenenden entspricht einem Höhengrat, auf dessen Rücken eine Kette von Foramina ausgebildet ist. Auf der relativ kurzen labialen Seite der Wurzel befindet sich auf halber Höhe je Wurzelast eine Kette von drei bis fünf recht großer Foramina. Die Lage der Kette der Foramina orientiert sich entsprechend der Wurzelaufwölbung und ist parallel zu dieser angeordnet. Orientiert man die labiale Fläche der Kronenspitze vertikal, so sitzt die Wurzel aus lateraler Ansicht nicht unter der Krone, sondern ist deutlich auf die Lingualseite verschoben, sodass die Krone der Wurzel labial ansitzt. Aus dieser Sicht zeigt die Wurzel von der mediointernen Expansion zu den Lobenenden eine Basalfläche, die im spitzen Winkel zur labialen Kronenfläche verläuft. Diese Basalfläche entspricht aus lingualer Sicht der bereits angesprochenen doppelten Herzform der Wurzeläste, getrennt durch die Zentralfurche.
Remarks
shark-references Species-ID=14375;
shark-references Species-ID=14375;
References
Combining palaeontological and neontological data shows a delayed diversification burst of carcharhiniform sharks likely mediated by environmental change. Scientific Reports, 12, Article 21906
DOI: 10.1038/s41598-022-26010-7
Combining palaeontological and neontological data shows a delayed diversification burst of carcharhiniform sharks likely mediated by environmental change. Scientific Reports, 12, Article 21906
DOI: 10.1038/s41598-022-26010-7









